Schlössli
Pädagogik

Schlösslipädagogik

Herzlich Willkommen!


Der Begriff Heimpädagogik wurde 1963 das erste Mal bei der Gründung des Freien heimpädagogischen Seminars Schlössli Ins verwendet. Aetti und Ueli Seiler, die Gründer des Seminars, nennen das neugegründete Seminar so, weil sie für diese neue Pädagogik einen neuen Namen brauchten. Das Ziel war, Menschen im Schlössli auszubilden, die ihre Praxis innerhalb  des Heimes haben und gleichzeitig in Kursen praxisnah unterrichtet werden. Am Anfang bildete das Seminar HeimerzieherInnen, HeimlehrerInnen und Heimwerker aus. Die Unterrichtsfächer waren Menschenkunde, Pädagogik und Didaktik, Anthroposophie, Psychologie und Temperamentslehre, aber eben auch viele allgemeinbildende Fächer, wie Kulturgeschichte, Farbenlehre, Sternenkunde, Biologie und Zoologie usw. Sehr wichtig waren handwerkliche Kurse mit Holz, Metall und Ton, künstlerische Kurse in Eurythmie, Musik, Theater und weitere.

Doch diese Ausbildung sollte nicht nur Kopf, Herz und Hand beinhalten. Die Entwicklung der eigenen Erzieherpersönlichkeit war das Wichtigste. Doch diese Selbstentwicklung musste jeder und jede selber erarbeiten und dies vor allem durch die Praxis im Sinne Pestalozzis,  der vom Stansererlebnis spricht: Das heisst, dass jeder durch erzieherische und persönliche Krisensituationen gehen muss, um immer mehr sich selber zu werden. Es war nicht das Ziel, die SeminaristInnen zu einem allgemeinen Ideal zu führen, sondern jeder sollte sein eigener Erzieherstil, seine eigene Erzieherpersönlichkeit werden.  Viele AbsolventInnen  sprachen später davon, dass diese drei Jahre die wichtigsten und prägensten in ihrem Leben waren.

Als Beispiel, wie das Seminar funktionierte, wird das letzte Handbuch Seminar nachfolgend dokumentiert.

Handbuch Freies sozialpädagogisches Seminar Schlössli InsForschungsstelle für Heimpädagogik

Das Freie sozial- und heimpädagogische Seminar Schlössli Ins war zugleich eine Forschungsstelle für Heimpädagogik. In unzähligen Diplomarbeiten der AbsolventInnen dieses Seminars wurde durch Praxisforschung der SeminaristInnen die Heimpädagogik exemplarisch dargestellt. Zudem wird die Gesinnung der Forschung für Heimpädagogik im weitesten Sinne, in vielen Vorträgen und Veröffentlichungen durch Ueli Seiler-Hugova dokumentiert.

Auch wenn das Freie sozial- und heimpädagogische Seminar im Moment nicht weiter geführt wird, bleibt die Dokumentierung und Erfahrung der Heimpädagogik weiter bestehen. All die vielen AbsolventInnen des Seminars und ehemalige SchülerInnen und MitarbeiterInnen zeigen heute in ihren Lebensfeldern, was Ihnen die Heimpädagogik und Schlösslipädagogik gegeben hat. Viele ehemalige SchlösslerInnen bezeugen, dass ihnen die Schlösslizeit existentielle Lebenshilfe gab. Sie fühlen sich noch heute in dieser Schlössligesinnung beheimatet. Diese Werte sind unzerstörbar. Darum ist es wichtig, dass es diesen Ort weiterhin gibt.